Wer wir sind

Die SLG stellt sich vor…

Wir von der SLG betonen: Unsere Tätigkeiten sind nicht gegen den Glauben der Individuen gerichtet, im Gegenteil. Sondern sie zielen auf eine laizistische Umgestaltung des politischen Systems, so wie das z.B. in Frankreich seit über 100 Jahren gelebt wird. Auch die USA haben in vielen Lebensbereichen die Ideen des Laizismus umgesetzt. Auch gläubige Menschen sind deshalb bei uns herzlich und explizit willkommen.

Die SLG, die letztes Jahr von einer Gruppe v.a. links-stehender Politikerinnen aber auch politisch neutraler Intellektueller und Kulturschaffender gegründet wurde, will sich in Zukunft bei aktuellen nationalen Themen im Gebiet der öffentlichen Präsenz der Religion für den Laizismus einsetzen. Für uns ist die politische Philosophie des Laizismus in der Schweiz und dessen Umsetzung im Alltag der Leitfaden.

Gründungthesen der Schweizerischen Laizistischen Gesellschaft:

Im Wissen,

… dass religiöse Gruppierungen und Religiosität und mit ihnen der religiöse Fundamentalismus seit dem Ende des Kalten Krieges eine neue Hochblüte erleben.

… dass unsere Gesellschaft und Kulur während Jahrhunderten von religiösen motivierten Machtansprüchen gezeichnet wurde.

… dass das heutige Europa ohne den religions- und kirchengeschichtlichen Hintergrund nicht verstanden werden kann.

… dass das Zeitalter des modernen Liberalismus durch eine neue fundamentalistische Religiosität bedroht wird.
In der Ãœberzeugung,

… dass Religionsfreiheit nicht nur ein Recht ist, sondern vor allem der Duldung durch die Gesellschaft bedarf.

… dass der weltliche Laizismus über jedwelchen Ansprüchen religiöser Gruppierungen steht.

… dass der demokratische und liberale Staat angesichts der Herausforderungen unsere Zeit eine neue, echte Religionspolitik entwickeln muss, will er die Zügel nicht aus der Hand verlieren.

Fusst die Schweizerische Laizistische Gesellschaft ihre Engagement auf folgende Thesen:

  1. Laizismus bedeute die Trennung von religiösen Gruppierungen und Staat. Religiösen.
  2. Laizismus bedeutet einen expliziten Gestaltungsanspruch der Gesellschaft, vertreten durch den Staat, auf Form und Auftreten des religiösen Lebens. Religiöse Gruppierungen sollen nur dann geduldet werden, wenn sie die Grundsätze der demokratischen und liberalen Gesellschaftsordnung offen anerkennen. Geistliche Führer sollen an staatlichen Hochschulen ausgebildet werden.
  3. Laizismus bedeutet die Trennung von Religion und öffentlichem Leben. Religion ist strikte Privatsache.
  4. Laizismus bedeutet Toleranz gegenüber religiösen Gruppierungen, solange diese die demokratische und liberale Gesellschaftsordnung nicht tangieren.
  5. Laizismus bedeutet eine Gesellschaft frei von religiöser Symbolik. Religiöse Symbole sollen in allen öffentlichen Räumen (Schulen, Gerichte, Verwaltungen und Einrichtungen des Service Public wie TV, Radio, etc.) verboten werden.
  6. Laizismus bedeutet die wertungsfreie Betrachtung von religiösen Gruppierungen. Sie sollen alle gleich behandelt werden.
  7. Laizismus bedeutet Schutz vor religiöser Indoktrination. Religiöser Unterricht und vor allem religiöse Schulen sollen verboten werden.
  8. Laizismus bedeutet nicht moralischen Anarchie sondern einen ständigen, demokratischen Prozess des Aushandelns gesellschaftlicher ethischer Regeln und Normen.